Peter und der Wolf

 

 

Wallenfels (sd) „Endlich sind sie wieder da“ – Kinderoper Papageno fasziniert die Grundschulkinder aufs Neue – „Peter und der Wolf“ stand diesmal auf dem Programm

 

Die Freude in den Klassen zwei, drei und vier war riesig, als es hieß „die Kinderoper Papageno kommt wieder nach Wallenfels“. Sie wussten, dass es ein Supertag werden würde, ein Tag voller Überraschungen, ein Tag, an dem viele Schüler als Darsteller und Statisten gebraucht wurden und ein Tag, wo man die Welt der Oper ein klein wenig besser kennen lernt. Die „Neulinge“ in der Schule, die Erstklässler, konnten mit so viel Enthusiasmus nichts anfangen, aber auch sie waren bei der Aufführung von „Peter und der Wolf“ sofort Feuer und Flamme.

 

„Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofiew ist eigentlich ein Klassiker. Die Kinderoper Papageno interpretiert das Stück ein klein wenig anders, kindgerecht eben. Und so landet am Ende der böse Wolf (dargestellt von Timo Dütsch) im Zoo bei den Elefanten und Giraffen. Es ist eine Mitmachoper für die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Wallenfels. „Wir wollen euch nicht einfach was vorführen, sondern ihr sollt auch richtig mitmachen“, sagte Angela Mitterhofer vom Ensemble der Kinderoper Papageno aus Wien. Und so gab es richtige „Theaterproben“ für die Hauptdarsteller, den Peter (Johannes Gremer), dem Großvater (Ben Behrschmidt), der Katze (Maria Löffler), der Ente (Nina Zeuß), dem Vogel (Jana Schlee) und den drei Jägern (Amelie Körner, Kristina Gremer, Miriam Grimme). Einen besonders wichtigen Posten hatte Johannes Schütz als „Tonmeister“ inne. Gregor Braun und Angela Mitterhofer von „Papageno“ zeigten und erklärten spielerisch die Rollen und die Texte. Aber nicht nur diese Kinder sondern alle Schüler wurden in das Stück eingebunden. Da waren plötzlich „Krautköpfe“ und „Salatköpfe“ am Wiesenrand, andere wurden zu Elefanten und Krokodilen im Zoo und wieder andere „erschraken“ vor dem bösen Wolf. Doch was nützt ein tolles Schauspielerensemble, wenn es kein Bühnenbild gibt. Und deshalb begann das Stück erstmal mit dem Aufbau von Teich, Wiese, Baum und Gartenzaun – dazu wurden natürlich „kräftige“ Bühnenarbeiter gebraucht. Mit wenigen Handgriffen wurde ein  Teich aus „blauem Teppich“, Wiesen aus kleinen Plastikgrasstücken und Bäume, die einer Leiter sehr ähnlich sahen aufgestellt. Nun war Fantasie gefragt und davon hatten die Kinder reichlich. Eifrig waren die Jungen und Mädchen bei der Sache, als Gregor Braun fragte, was denn noch alles fehle. „Kostüme“, „Musik“, „Requi,,,Requi… Dinge halt“ lauteten die Antworten und sorgten  für viel Gelächter. Dann kam die Musik. Und da hatten die Schüler in der Schule gut aufgepasst. Instrumente kannten sie viele und so wurde schnell klar, welche die einzelnen Figuren darstellten. Da trillerte die Querflöte wie der Vogel, die Oboe quackte wie die Ente und die Klarinette gehörte zur flinken Katze. Das dunkle Fagott passte hervorragend zum Großvater und das Horn zum Wolf. Mit den Pauken traten die Jäger auf die Bühne und Peter – ja Peter, der hatte das ganze Streichorchester ganz für sich allein. Ein Tanz, bei dem alle mitmachten, Lehrer und Schüler, bildete den Abschluss der Vorbereitungen.

 

Nun konnte es losgehen – doch halt, es fehlen noch die Kostüme. Schnell wurde die große Truhe geöffnet und hervor kamen die Kleider für die Darsteller. Schillerndes Federkleid für den Vogel, Schwänzchen für die Ente, Pelz für den Wolf und vieles mehr. „Und das brauchen wir auch noch, diese Schwimmflügel müssen in den Teich, damit die Fische nicht ertrinken“, sagte Gregor Braun ernst und erntete damit tobendes Gelächter und ein Kopfschütteln von Kollegin Angela.

 

Kurze Handlung von „Peter und der Wolf“.

Peter lebt mit seinem Großvater in einem Häuschen mit kleinem Garten. Ringsherum ist dunkler Wald, vor dem Garten eine Wiese und ein kleiner Teich. Eigentlich darf Peter den Garten nicht verlassen, weil sich der Wolf im Wald herumtreibt, aber er hört nicht und auch die Ente, die Katze und der Vogel ziehen auf die Wiese. Als später der Wolf kommt, die Ente frisst und anschließend gierig um den Baum herumschleicht, wohin sich der Vogel und die Katze geflüchtet haben, beschließt Peter seinen Freunden zu helfen. Mit Hilfe des schnellen Vogels kann er den Wolf fangen, um ihn anschließend –nein nicht erschießen zu lassen – in dieser Geschichte bringt Peter den bösen Wolf gemeinsam mit all seinen Freunden in den Zoo.

 

 

Aufgeregt sitzen die Darsteller auf ihren Plätzen, während Angela Mitterhofer (re) die letzten Kostüme richtet. Von links Johannes Gremer, Jana Schlee, Nina Zeuß, Maria Löffler, Ben Behrschmidt, Amelie Körner, Kristina Gremer, Miriam Grimme (beide verdeckt), Timo Dütsch als Wolf.

 

Schmerzen im Rücken und ein schlurfender Gang – Ben Behrschmidt ist der ideale Großvater. Aber Gregor Braun (re) lässt auch alle Lehrer antreten zum Üben.

 

Die gemütliche Ente (Nina Zeuß, li) sitzt in ihrem Teich und kabbelt sich mit dem schnellen Vogel (Jana Schlee, re).

 

Noch ist es idyllisch am kleinen Teich. Peter (Johannes Gremer) liest ein Buch und die Ente (Nina Zeuß) planscht im Wasser.

 

Der böse Wolf (Timo Dütsch) und Gregor Braun „erschrecken“ die Kinder am Teichrand.

 

Nun rücken die drei Jäger an und wollen den Wolf erschießen. Von links Gregor Braun, Amelie Körner, Kristina Gremer und Miriam Grimme.

 

Da lacht Peter (Johannes Gremer). Er hat den Bösen Wolf (Timo Dütsch, liegend) gefangen. Auch sein Freund der Vogel (Jana Schlee) freut sich auf seinem Baum.

 

 

 

Fotos: Susanne Deuerling